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Wenn Aperture unter Lion träge wird

Nachdem ich letzte Woche an die 700 Urlaubsbilder an Apeture zur weiteren Entwicklung übergeben habe und mich auf den unter SL gewohnt geschmeidigen Workflow gefreut hatte, kam recht schnell das böse Erwachen in Form von extrem zäher Bildschirmarbeit.

Nach einem Blick in die Prozessliste konnte ich sehr schnell mit dem nackten Finger auf die Indizierung Spotlight zeigen denn der Prozess mdworker genehmigte sich stattliche 98% CPU-Zeit. Seit Lion scheint die Indizierung in regelmäßigen Abständen alle in Aperture geänderten Files neu zu scannen und damit die Systemlast nach oben zu treiben. Abgeholfen habe ich mir jetzt mit dem Ausschluss der Bibliothek in den Einstellungen von Spotlight und hoffe das Apple hier schnell nachbessert, denn so kann kein Mensch vernünftig arbeiten.

Das immer dabei Stativ

Da es demnächst auf grosse Dubrovnik Entdeckungsreise geht, musste ein neues leichtes Stativ her da mein altes Dreibein zu groß und zu schwer ist.
Da ich überwiegend Belichtungsreihen für HDRs machen möchte kam ein leichtes Einbein nicht in Frage da hier die Gefahr des Verwackelns zu groß ist.
Da mein Budget leider im Moment keine 300-400€ für ein Carbonstativ hergibt, musste ich mich nach etwas anderem umsehen. Auf meiner Suche stieß ich auf das Gorillapod SLR Zoom, welches lt. Hersteller 3 Kg tragen können soll und jetzt seinen Platz in meinem Fotorucksack gefunden hat.
Auf den Bildern im Netz wurden die abstrusesten Befestigungsmöglichkeiten und Verwendungszwecke gezeigt und ich war durchaus skeptisch was den Halt der Konstruktion angeht.
Als ich das Gorillapod das erste mal in den Händen hielt, war ich von der Festigkeit der einzelnen Elemente sehr angenehm überrascht. Jedes Element sitzt extrem straff im Anderen was Kamera und Objektiv beim Befestigen einen sehr guten Halt gibt.
Durch die einzeln gelagerten Kugelelemente lässt sich das Gorillapod in nahezu jede erdenkliche Position „zwingen“ und eröffnet so Motive die sonst nicht oder nur schwer möglich wären.
Der mitgelieferte Kugelkopf lässt sich zwar in alle Richtungen drehen, die Justage hätte hier aber für mein Gefühl etwas feiner ausfallen können, löst man die Stellschraube auch nur geringfügig so ist sofort jeder Halt dahin und die Kamera läuft Gefahr komplett eigene Wege zu beschreiten.
Dies ist auch der Fall wenn man das Pod nicht irgendwo festmacht und es wirklich als Tripod benutzt wird, hier ist die Gewichtsverlagerung suboptimal gelöst, sodass man ein wenig experimentieren musst um den optimalen Schwerpunkt bzw. Die optimale Ausrichtung der Füsse zu finden um ein Umkippen zu vermeiden.
Da die Kamera noch einige Zeit nachschwingt sollte auf jeden Fall ein Fernauslöser oder der Selbstauslöser genutzt werden.
Für mich ist das Gorillapod trotz der einen oder andern kleinen Schwäche der optimale Reisebegleiter um Belichtungsreihen zu schießen, die 80 € sind auf jeden Fall gut angelegt.

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